Ich würde behaupten, ich habe zu allen meinen Pferden eine sehr spezielle und individuelle Beziehung.

Naja, sagen wir besser zu jedem meiner Lieben. Texxi zählt schliesslich auch.

 

Mio ist jedoch wirklich was Besonderes.

Einerseits noch ein Pferd, das den Eindruck eines jugendlichen Rotzlöffels hinterlässt - ihr wisst schon: diese 16jährigen Jungs, die glauben die Tollsten und Coolsten der Welt zu sein, tatsächlich aber noch gar nicht trocken hinter den Ohren sind und noch 10mal am Tag bei Mami anrufen.

 

Andererseits ist er ein sehr sehr intensives Pferd. Man spürt, wenn sein Blick dich über den Hof verfolgt.

Er ist sehr bemüht, alles richtig zu machen. Aber auch sehr klar, dass man sich seinen Stellenwert bei ihm erst erarbeiten muss.

 

An seinem 4ten Geburtstag, im April 2014, haben wir angefangen das anfängliche Verhaltenstraining und Umgangstraining in die Reithalle zu verlegen.

Ich lege relativ grossen Wert darauf, dass die Pferde vor dem 4. Lebensjahr die Reithalle nicht von innen sehen - wenn es möglich ist. Ich traue mir einfach selber nicht über den Weg.

Die ersten Wochen war er nur regelmäßig zu Gast während der Morgenarbeit.  Nach der obligatorischen Sommerpause ist er seit September fester Bestandteil des Programms. Und die gemeinsame Arbeit und vor allem Zeit miteinander bringt uns große Freude.

 

Und für alle, die jetzt mitgerechnet haben: Ja, ich habe nicht vor, vor seinem 5. Geburtstag auch nur an Reiten zu denken. Wir werden die nächsten 30 Jahre zusammen verbringen - da kann ich ja wohl warten, bis er ausgewachsen ist, oder?

 

Auch wenn ich anfänglich den guten Vorsatz hatte, alle 4 Wochen sein Tagebuch zu schreiben, gelingt mir das leider nicht. Aber zumindest ab und an -  und das ist ja auch schon was ;-)

 

Hier der Link. Mios Tagebuch