Celina


Professionelle Vita

Ein Menschenleben ist zu kurz, um die Reitkunst gänzlich zu erfassen. Auf meiner Reise zum und mit dem Pferd habe ich viele spannende und prägende Begegnungen gehabt. Einige findet ihr in meiner mit den Jahren wachsenden Vita. Die aller wichtigsten Begegnungen jedoch sind die mit meinen Schülern und meinen Pferden, von denen ich täglich lernen darf. Danke!

1998 Start meiner Reise in die Akademische Reitkunst in Bochum, NRW.

  • 2001 Abitur
  • 2002 Ausbildung - Marketing, Kommunikation und Eventmanagement
  • 2005 Praktikum Tierklinik Hochmoor - Pferde, Innere&Intensivstation
  • 2005 -2007 Praktikum Stefanie Staudinger, Renaissance der Reitkunst, HH
  • 2008 Nach 3 Jahren Reitkunst in HH - Rückkehr an die Tierklinik H.
  • 2008 - 2012  Organisation & Durchführung der Tieräztlichen Tagung über Pferdekrankheiten im Rahmen der EQUITANA
  • 2009 - 2016 regelmässige Praktika bei  Bent Branderup in DK
  • 2011 Praktikum bei  Maria Roob, Reitkunst & Osteopathie
  • 2011 Kooperation Ekeskogs Riding Academy
  • 2012 Hauptaufenthalt auf Gotland,  Betriebsleitung und Aufbau der Ekeskogs Riding Academy, mit &bei Hanna Engström
  • 2012 Wappenträger Prüfung der Ritterschaft
  • 2012 Ausbildung zum Sattel- Partner, Stans, Stübben CH
  • 2013 - bis heute lizenzierte  Bent Branderup Trainerin
  • 2014 Wappenträger Update
  • 2017 Ausbildung zur systemischen Coachin, KOBI Institut
  • 2017 -2019 Energetische Pferdeosteopathin (EPOS)
  • 2019: Squire Update
  • 2019: Dozenten-Ausbildung an der EPOS
  • Pläne für 2020: immer noch sehr viele!

 


Historie.... Einblick in meinen privaten Weg zur Reitkunst

Ich hatte ja schon mein bisheriges Leben lang Zeit gehabt, Literatur zu verschlingen und "trocken" reiten zu üben - das aber ganz fleißig.

Nun,  ich war also nicht nur klein, etwas dicklich und ungefähr so beweglich wie eine Brechstange, sondern hatte schon hunderte Seiten an Reitliteratur verschlungen. Ich wusste um die unglaubliche Sensibilität von Pferden im Allgemeinen und des Pferdemauls im Speziellen. Somit war also wenigstens theoretisch hervorragend präpariert. Kurz gesagt: der personifizierte Traum eines jeden Reitlehrers. Dachte ich wenigstens in meiner kindlichen Naivität.

 

Aber dann kam die erste Reitstunde. Ich war hin und her gerissen zwischen Faszination - schließlich durfte ich endlich ganz in echt auf ein Pferd krabbeln - und zu meinem Erschrecken hatte das nichts mit meinen Vorstellungen eines sensiblen Wesens zu tun, das ich mir das in meinem Köpfchen zusammen gebastelt hatte.

Doch die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, und ich war der festen Überzeugung: Mit etwas Übung und, wenn ich besser würde, dann würde alles leichter. 

Wurde es aber nicht.

 

Dafür fanden schon damals immer Pferde zu mir, die eher etwas schwierigerer Natur waren oder ein echtes Problem hatten. Auch wenn ich nicht die reiterlichen Fähigkeiten hatte, das wirklich zu richten - am Boden hatte ich da wenig Probleme.

 

Mein Reitlehrer gab es dann irgendwann auf mir zu raten, die Beine fester ran zu nehmen und die Zügel kürzer zu fassen. Trotzdem - irgendwie war das nicht so die Entwicklung, die ich mir vorgestellt hatte.

 

Mit circa 17 gab ich das Reiten dann auf, und ging lieber ins Fitnessstudio (die, so am Rande erwähnt, über meine hervorragende Oberarm und Beinmuskulatur durchaus verwundert waren, hatte ich doch vorher noch nie anderen Sport als Reiten betrieben....). Um mir nach knapp 3 Monaten von meinem damaligen Freund anhören zu dürfen: Mein Gott, such dir wieder 'nen Gaul, Du bist wirklich unaustehlich.

 
Ein Zurück in den Schulbetrieb kam für mich nicht in Frage, also musste eine Reitbeteiligung her.... und da ich ja schon Erfahrung hatte mit schwierigen Pferden, blieb ich bei Fritz hängen, einem hünenhaften Warmblut mit schlechten Manieren und einer ausgeprägten Zügellahmheit.

 

Ein Glücksfall, wie sich herausstellen sollte. Als die "normale" Reiterei versagte und mit ihrem Latein am Ende war, holte sich die Besitzerin des Pferdes Hilfe bei jemanden, der klassische Alternativen bot - und unter anderem auch das Buch "Akademische Reitkunst" von Bent Branderup, noch ganz druckfrisch, mitbrachte..... ich war sofort infiziert!

 Das ist jetzt schon ziemlich lange her....ich tippe mal, 15 Jahre.

Was noch harmlos anfing mit regelmäßigen Theorie-Ausflügen zu Bent (damals noch in Hamburg) und vielen Reitstunden zu Hause mit Susanne, wuchs zu dem der Wunsch, irgendwie mal über längere Zeit mal ein Praktikum zu machen und tiefer in die Materie einzutauchen. Nur so, mal ein paar Wochen, oder so....

Nach einem kurzen Ausflug zu Richard Hinrichs (Wedemark) und einem sehr langem Aufenthalt bei Stefanie Staudinger (Hamburg), hatte ich mittlerweile schon mehr Praktikumszeit hinter mir, als ich mir das so vorgestellt hatte.

 

Trotzdem - als in 2009 ein knappes dreiviertel Jahr später spontan im Sommer einer der begehrten Praktikumsplätze bei Bent Branderup in Dänemark vakant war, war ich ohne lange zu überlegen sofort dabei.... geplant war, ein allerletztes Mal ein Praktikum zu machen. Mein Sommeraufenthalt dort ist obligatorisch geworden, und ich bedanke mich bei Bent in aller Form für seine Engelsgeduld und Nerven mit mir. Er ist ein großartiger Pädagoge.
In der Regel behaupte ich an dieser Stelle jedes Jahr, dass das dann aber mein letztes Praktikum sein wird - aber mal ernsthaft, ab einem gewissen Alter sollte man anfangen, sich selbst nicht mehr zu belügen ;-)

 

2012  habe ich einen Zwischenstopp bei Hanna Engström auf Gotland eingelegt. Und bin geblieben. Seitdem war ich dort als Dozentin in ihrer Reitakademie tätig und darf Schüler, Menschen, Hunde und Pferde vor allem in dem Themenschwerpunkten Biomechanik, feine Hilfen und Kommunikation unterrichten. Gemeinsam haben Hanna und ich für die Zukunft Instructor's Lehrgänge sowie die Education Programs entwickelt.

 

Im Januar 2015 hat sich mein Lebensmittelpunkt wieder zurück nach Deutschland bewegt. Ich bin sehr sehr dankbar für die unglaubliche Zeit @ Ekeskogs Riding Academy, und habe mich dort als Reiterin, Ausbilderin und nicht zuletzt als Mensch entwickeln dürfen. Zurück nach Deutschland zu gehen, um hier einen eigenen Hof aufzubauen, war eine der schwersten Entscheidungen, die ich im meinem Leben bisher treffen musste. Ich lasse viele geliebte Menschen und Tiere zurück, und nicht zuletzt verlasse ich eine fast magische Insel. 

 

Und weil Leben das ist, was passiert, während man andere Pläne macht - hat mein Lebensmittelpunkt sich 2019 noch einmal verlagert. Nach 5 Jahren Fernbeziehung hat mein Mann es geschafft, mich ganz nach Tromsø zu locken. Gerade haben wir einen kleinen Hof übernommen und bauen einen Reitplatz für meine Pferde.  Vielleicht wird es schon im nächsten Jahr möglich sein, unter den Nordlichtern zu Reiten....!

Social Media

Love letters to you

* indicates required