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Sommernachtstraum

Mal wieder mit den Pferden unterwegs sein.....

Die Kollegen besuchen. Sich austauschen, Unterricht nehmen, verschiedene Perspektiven beleuchten.
Das wollte ich schon lange mal tun.  Und dann kommt die Realität - der Stall ist mit Berittpferden voll, der Kurskalender ambitioniert.

Und manchmal geht es gar nicht anders, da muss man Chancen einfach annehmen. Die Entscheidung, zu meinem Liebsten zu ziehen, war natürlich mit einer Reise für die Pferde verbunden. Schnell haben wir die Entscheidung getroffen, die Pferde nicht anonym wie ein Stück Fracht per Spedition zu verschicken, sondern auf die einen gemeinsamen, aufregenden Road Trip zu gehen.
Ich hab einfach so viel Glück, tolle Menschen in ganz Europa zu kennen.

Der Start war in Porta Westfalica. Fast zwei Wochen waren wir dort, eine liebe Schülerin ist dort dabei, einen Pferdebetrieb aufzubauen. Ein wunderbarer Ort. In Zukunft werde ich dort mehrere Seminare im Jahr begleiten, und auch die Option, zweimal im Jahr zur eine Intensivwoche zu buchen.

Dann waren wir eine Woche bei Bent Branderup. Zusätzlich zum Unterricht bei Bent hatte ich das Glück, meine liebe Kollegin Elise Nilson zu treffen. Sie war ebenfalls mit ihrem Pferd zum Unterricht dort. Manchmal ist es wichtig, neue Worte für die gleiche Sache zu hören. Nachmittags durfte ich  mit Elise arbeiten und morgens mit Bent. Mein kleines Schülerherzt hüpfte.
Wir haben uns dem Thema Takt gewidmet, besonders dem Erhöhen des Taktes in der Versammlung. Und beide hatten völlig verschiedene Ansätze dazu.  Elise hat  hauptsächlich mit miran meiner Körperposition und -sprache  gearbeitet. Bent hat mehr auf ein gutes Timing geachtet und die korrekte Technik. Beide Ansätze waren extrem wertvoll haben mir gute Ideen für die Arbeit zu Hause gegeben.

Wir haben einen Tag bei meiner lieben Kollegin Monika Sanders verbracht und ihr neues Paddock Paradies angesehen. Monika und Jim haben uns liebevoll aufgenommen und versorgt. Wir habe viele tolle Ideen und wertvolle Tipps mitgenommen, die wir sicher für unsere eigene Reise mit den Pferden aufnehmen können.

Weiter ging es über Gøteborg zu Horse Vision. Ich hab die Chance genutzt und bin sowohl für Christofer geritten, und hab mit Rebecca Liberty gemacht. Meine Pferde freuen sich ja immer, wenn ich was neues lerne. Sie waren von ir begeistert ;-)
Christofer ist von einer ganz anderen Seite dran gegangen - und auch dass hat hervorragend funktioniert. 

Der nächste Halt war in Stockholm, in Pink Horse Heaven :-)
Dort haben wir Zeit mit der lieben Josefin Backmann verbracht, gemeinsam geritten und über Ausbildung, Osteopathie und natürlich Pferde geschnackt - bei einem guten Glas Wein in Stockholm Downtown. Hmmmmm. Herrliche Tage.

 

Von dort sind wir zu Katrin Walberg in Umeå gefahren. Die Seenlandschaft im nördlichen Teil von Schweden ist FANTASTISCH! Würde ich die Reise noch einmal machen - ich würde mehr Pausen dort einplanen. Es war wunderschön. 

Angekommen an der Ridakademie Nord, waren wir beeindruckt von Katrins gut durchdachter REithalle. Katrin war schon immer eine Kollegin, die sich mit vielen wissenschaftlichen Konzepten beschäftigt und auseinandersetzt. Derzeit beschäftigt sie sich mit Jean Luc Cornille's Core Stability.  Ich fand es interessant, mir das Konzept in Theorie und Praxis anzusehen, und auch vom Osteopathischen Standpunkt zu erläutern. Auch wenn das nicht mein Weg ist, finde ich eine Gedanken durchaus wert weiterzudenken du bin grundsätzlich anderen Ideen immer erstmal offen gegenüber.

Mit einem kleinen weiteren Zwischenstopp in Galliväre haben wir dann den Endspurt nach Tromsø in Angriff genommen. Was hatte ich eine Angst, dass meine Pferde es nicht "gut" haben würden, wenn ich sie nach Norwegen umziehe. Was soll ich sagen? Ich lag falsch. Sie haben die wunderbarste Weide ihres Lebens bekommen. Segovia kann sogar auf die Weide, das Gras ist zuckerarm genug und mit viel Moos versetzt. Perfekt für meine kleine Problemmaus. Despino findet Rentiere bedenklich, aber ansonsten - läuft ;-)
Was ich gelernt hab diesen Sommer? Abgesehen von viel Inspiration und technischen Feinheiten - Reitkunst ist individuell. Jeder hat seine eigene Wahrheit, kein Weg ist besser oder schlechter. Dein Weg beruht auf der Summer deiner Erfahrungen, darauf, mit welchen Pferden oder Menschen Du in Berührung kommst. Solange dabei das Wohlergehen unserer Pferde im im Fokus ist - ist das völlig ok.

Reitkunst bedeutet auch, Inhalte zu arbeiten - und nicht die Lektion. Und da können zwei völlig verschiedene Wege durchaus zum gleichen Ziel führen. 
Was ich noch gelernt habe: Wachstum ist da, wo deine Comfort Zone aufhört :-) In diesem Sinne: Enjoy the Journey!

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