Fortbildung Osteopathie

Ich habe Bildungsphase.

Sagt man das so? Wie andere eine Familienphase machen, trete auch ich etwas kürzer im Job und widme mich einer anderen Aufgabe - in diesem Fall der Bildung.

Letztes Jahr habe ich mich Schwerpunktmäßig mit dem Thema Coaching, Pädagogik, Lehrmethodik auseinander gesetzt. Ein wirklich spannendes Thema, mit dem ich mich auf jeden Fall weiter beschäftigen werde, den Wissen so aufzubereiten, dass Schüler möglichst viel profitieren, ist ein Herzensthema für mich.

Jeder, der mich und meine Arbeit mit Pferden erlebt hat, kennt mein zweites Steckenpferd - die therapeutische Arbeit mit Pferd und Mensch. Reitkunst, hohe Schule und die Werkzeuge daraus so zu nutzen, dass körperlich schwierige Pferde davon profitieren, ist für mich sinngebend in der Reitkunst und erklärt mir, warum das ein Ausbildungsweg ist, von dem auch gesunde Pferde profitieren. Und wie kommt da jetzt die Osteopathie ins Spiel?

Es gab für mich zwei Schlüsselerlebnisse.

 

Das erste war mein eigener Körper. Vor vielen Jahren habe ich einen nicht so hübschen Reitunfall gehabt. Ich war Mitte zwanzig, habe damals ein Pferd mit Sattelzwang traniert und eine Pappnase hat im Aufsteigemoment einen Bunsenbrenner direkt hinter dem Pferd angemacht. Der Rest ist Geschichte. Körperlich mit verschiedenen Traumen ausgestattet, war ich nicht so glücklich, als mein Orthopäde mir mitteilte, er könne leider auch nichts mehr für mich tun. Alle bildgebenden Verfahren hatten schließlich keinen Befund gebracht, seine Chiropraktischen Versuche brachten vor allem die Erstverschlimmerung, und auf Schmerzmittel reagierte ich mäßig bis gar nicht. Er empfahl mir ein Buch über Physiotherapie zu kaufen. Herzlichen Dank, davon konnte ich meinen Kopf auch nicht wieder drehen. Zufall wollte es, dass ich kurze danach eine liebe Kollegin aus dem Raum Mannheim traf, die damals schon unterwegs in Richtung Osteopathie war. Eine Behandlung später konnte ich meinen Kopf wieder drehen, nach der zweiten wieder schmerzfrei Laufen. Und - es tat nicht weh. Die Behandlung war angenehm und entspannend. Wow, da wollte ich mehr drüber wissen.
Das zweite Schlüsselerlebnis war lange später in meiner Zeit in Schweden. In dieser Zeit durfte ich viele körperlich nicht so ganz gesunde Pferde rehabilitieren. Leider hatte ich keinen Zugriff auf gute Behandler, was mein Leben wirklich erleichtert hätte.  Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine Behandlung, die versucht in eine Norm zu korrigieren statt die individuelle Balance des Lebewesens zu sehen, mehr Probleme macht als das sie hilft. Leider ist die Osteopathie als Wissen bisher nicht in Skandinavien verbreitet.

 

Schon vor meinen Auslandsaufenthalt hatte ich mir sehr eine Osteopathie-Ausbildung gewünscht, aber die Zeit war nicht richtig, und die richtige Ausbildung nicht gefunden. Dann habe ich zufällig auf die Schule  EPOS gestoßen. Das Konzept von funktioneller Behandlung, ganzheitlicher Betrachtung des Pferdes, TCM und Homöopathie ist für mich sinnvoll und rund.  Und mit jedem Ausbildungsblock macht es mehr Spaß.

 

Die letzte Seminarwoche haben wir uns vor allen Dingen mit Meridianen und Energiemassage aus dem Bereich der TCM beschäftig, und mit Craniosakraler Therapie aus dem Bereich der Osteopathie. Ich bin selber ein großer Cranio-Fan, aber zu sehen, wie wunderbar entspannend das Konzept auf Pferde wirkt, ist fantastisch.

 

Ich halte euch weiter auf dem Laufenden :-)

 

 

 

 

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